Säbel, Dolche, Bajonette und andere Seitenwaffen begleiteten das Militär über Jahrhunderte – zunächst als Kampfgerät, später zunehmend als Bestandteil der Uniform. Dieser Beitrag zeichnet den Wandel von der Blankwaffe zur Feuerwaffe nach, ordnet die wichtigsten Waffentypen ein und erklärt, woran sich Bewaffnung und Uniformstück unterscheiden lassen.
- Übergangsphase 1914
- Bajonett, Seitengewehr und Ausgehseitengewehr
- Kampfmesser, Stiefelmesser und Grabenmesser
- Säbel und Degen
- Portepee, Faustriemen und Griff
- Dolche als Uniformwaffen
- Marineblankwaffen
- Heer und Luftwaffe
- Partei und Organisationen
- Bundeswehr und NVA
- Einordnung
- Bekannte Dolche, Säbel und Seitenwaffen
- Wichtige Hersteller und Herstellerzeichen
- Schluss
- Ankauf & Bewertung
Der Übergang von der Blankwaffe zur Feuerwaffe verlief schleichend. Über lange Zeit standen Hieb-, Stich- und Schusswaffen nebeneinander.
Aus dem direkten Hauen, Stechen und Schlagen wurde nach und nach der Kampf auf Entfernung. Bogen, Armbrust und Feuerwaffen veränderten die Kriegführung. Trotzdem blieben Säbel, Degen, Dolch, Bajonett und Messer weiter in Gebrauch.
Erst mit moderneren Waffensystemen, Repetierwaffen, Maschinengewehren und schwerer Artillerie verlor die Blankwaffe ihren alten Stellenwert. Gerade um 1914 sieht man noch deutlich, wie alte Vorstellungen und moderne Kriegstechnik aufeinandertrafen.
Übergangsphase 1914
Zu Beginn des Ersten Weltkriegs kamen noch viele Blankwaffen an die Front. Dazu gehörten dienstlich gelieferte Seitenwaffen, aber auch Stücke, die ursprünglich eher zur Uniform, zum Ausgang oder zur Repräsentation getragen wurden.
Viele dieser Seitenwaffen wurden kriegsscharf geschliffen. Der praktische Nutzen war oft begrenzt. Häufig hatte das Schärfen mehr symbolische Bedeutung als tatsächlichen Gefechtswert.
Der Krieg entwickelte sich schnell anders, als es ältere militärische Vorstellungen erwarten ließen. Maschinengewehre, Artillerie, Stacheldraht, Schützengräben, Giftgas und Trommelfeuer bestimmten das Schlachtfeld. Gefragt waren nun keine Zierwaffen, sondern zweckmäßige Kampfgeräte.
Auch die Schutzausrüstung veränderte sich. Die Pickelhaube wurde durch den Stahlhelm ersetzt. Der repräsentative Charakter trat zurück. Schutz und Zweckmäßigkeit wurden wichtiger.
Berittene Truppen verloren im modernen Stellungskrieg ihre frühere Bedeutung. Damit verschwanden auch Lanze und Kavalleriesäbel zunehmend aus der eigentlichen Feldverwendung. Der Säbel blieb als Traditions- und Uniformstück erhalten, nicht mehr als notwendige Waffe des modernen Schlachtfeldes.
Im Grabenkampf blieben vor allem Bajonette, Grabenmesser, Kampfmesser, Spaten und kurze Stichwaffen für den Nahbereich. Lange Säbel hatten dort keinen praktischen Wert mehr.
Bajonett, Seitengewehr und Ausgehseitengewehr
Das dienstliche Bajonett oder Seitengewehr blieb Teil der Bewaffnung. Es wurde am Koppel getragen, in der Scheide, meist im Koppelschuh. Am Gewehr konnte es aufgepflanzt werden.
Das Bajonett verband Schusswaffe und Nahkampf. Es gehörte zur Feldausrüstung und blieb dort länger erhalten als Säbel oder Degen.
Daneben standen Ausgehseitengewehre. Diese Stücke gehörten zur Ausgehuniform: vernickelte Klinge, saubere Scheide, Koppelschuh, Troddel oder Portepee. Das Ausgehseitengewehr war kein Stück für den harten Felddienst, sondern Bestandteil des Auftretens zur Uniform.
Trennung:
- Dienstliches Seitengewehr – Bewaffnung, Felddienst, zum Aufpflanzen auf das Gewehr.
- Ausgehseitengewehr – Uniform, Ausgang, Auftreten zur Uniform.
Kampfmesser, Stiefelmesser und Grabenmesser
Kampfmesser, Stiefelmesser und Grabenmesser stehen für den praktischen Nahbereich.
Kurze Klinge. Einfache Handhabung. Schneller Zugriff. Gebrauch im Feld.
Das Grabenmesser gehört begrifflich vor allem in den Ersten Weltkrieg: Stellungskrieg, Laufgräben, Unterstände, Trichter, kurze Distanzen. Lange Seitengewehre und Säbel waren dort unhandlich.
Im Zweiten Weltkrieg wurden kurze Messer weitergeführt, privat beschafft oder aus älteren Beständen verwendet. Dazu zählen Kampfmesser, Stiefelmesser, Nahkampfmesser und einfache Jagdmesser.
Die Trageweise war zweckmäßig: am Koppel, am Stiefel, in der Tasche oder an der Ausrüstung.
Auch Werkzeuge konnten in diesen Bereich fallen. Das Fallschirmjäger-Kappmesser ist ein Beispiel für eine Klinge mit klarer Zweckfunktion: Werkzeug, Ausrüstungsteil, Rettungs- und Gebrauchsmesser.
Säbel und Degen
Säbel und Degen stammen aus der alten Kampf- und Offizierstradition. Der Säbel war vor allem Hieb- und Schnittwaffe, der Degen stärker Stoß- beziehungsweise Stichwaffe.
Mit dem Ende der klassischen Kavallerie verlor der Säbel im Fronteinsatz seinen alten Stellenwert. Im Zweiten Weltkrieg gehörten Säbel und Degen nicht mehr zur normalen Feldausrüstung.
Sie wurden zur Uniform getragen: Parade, Ausgang, Dienstanzug, offizielle Anlässe und Traditionspflege.
Der Säbel wurde mit Scheide, Gehänge und Portepee getragen. Diese Teile gehörten zur vollständigen Trageweise und bestimmten die äußere Wirkung des Stückes.
Portepee, Faustriemen und Griff
Portepee und Faustriemen hatten ursprünglich eine praktische Funktion. In der Zeit, als Blankwaffen noch echte Kampfgeräte waren, dienten sie zur Sicherung der Waffe in der Hand.
Besonders bei Säbel und Pallasch konnte der Riemen verhindern, dass die Waffe im Kampf verloren ging. Das galt im Kampf Mann gegen Mann ebenso wie im Kavalleriekampf vom Pferd.
Auch die Griffgestaltung war auf Funktion ausgelegt. Form, Material, Wicklung, Rillen, Lederbezug, Fischhaut, Drahtwicklung oder Griffkappe sollten sicheren Halt geben. Die Waffe musste auch bei Bewegung, Schweiß, Nässe oder Handschuhen kontrollierbar bleiben.
Diese truppentypischen Merkmale wurden später weitergeführt, obwohl der praktische Kampfwert vieler Blankwaffen zurückging. Portepee, Faustriemen, Griffwicklung und Beschläge blieben erhalten, hatten nun aber überwiegend dekorativen und uniformkundlichen Charakter.
Aus der Sicherung der Kampfwaffe wurde ein sichtbares Uniformdetail. Besonders bei Offiziersdolchen, Marinedolchen, Säbeln und Ausgehseitengewehren gehörten Portepee, Troddel oder Faustriemen zur äußeren Wirkung des Stückes.
Dolche als Uniformwaffen
Der Dolch war ursprünglich eine kurze Nahkampfwaffe. Im 20. Jahrhundert wurde er in vielen Bereichen zur Uniformwaffe.
Heer, Luftwaffe, Kriegsmarine, Partei und angeschlossene Organisationen hatten eigene Dolchformen. Dazu kamen Dolche und Seitenwaffen von SA, SS, NSKK, RAD, Zoll, Feuerwehr, DRK und weiteren Organisationen.
Diese typischen Dolche waren auf das Uniformbild abgestimmt. Form, Beschläge, Scheide, Gehänge, Portepee und Trageweise zeigten Organisation, Ranggruppe, Laufbahn oder Zugehörigkeit.
Ein Offiziersdolch in dieser Form ist kein Stich- oder Kampfmesser. Der Offiziersdolch gehört zur Uniform.
Marineblankwaffen
Bei der Marine zeigt sich der Wandel besonders deutlich. Entermesser, Säbel und andere Hieb- oder Schlagwaffen gehören in eine ältere Form der Seekriegsführung. Sie hatten ihren Sinn dort, wo Enterungen, Nahkampf an Deck oder bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen Besatzungen noch denkbar waren.
Im modernen Seekrieg des 19. und 20. Jahrhunderts änderte sich das vollständig. Geschütze, Torpedos, Minen, U-Boote, Flugzeuge, Funk und später Radar bestimmten den Kampf. Klassische Enterungen spielten keine praktische Rolle mehr. Auseinandersetzungen auf kurze Entfernung wurden, wenn sie überhaupt vorkamen, nicht mehr mit Entermesser und Säbel geführt, sondern mit kurzen Schusswaffen und moderner Bordbewaffnung.
Damit verloren Entermesser, Säbel und andere Hiebwaffen an Bord ihren praktischen Zweck als Kampfwaffen. Sie wurden für den eigentlichen Seekrieg nicht mehr benötigt.
Marineblankwaffen blieben dennoch erhalten, nun im Bereich Uniform, Tradition und Repräsentation. Der Marinedolch gehörte zur Uniform und wurde mit Scheide, Gehänge und Portepee getragen. Der Säbel blieb in bestimmten Zusammenhängen als Traditions- und Uniformstück erhalten, nicht mehr als notwendige Bordwaffe.
Bei der Kriegsmarine war der Dolch besonders präsent. Heller Griff, vergoldete Beschläge, verzierte Scheide, Dolchgehänge und Portepee ergaben ein stark sichtbares Uniformutensil.
Heer und Luftwaffe
Heer und Luftwaffe führten eigene Dolchformen. Dazu kamen Ausgehseitengewehre und Säbel.
- Heeresdolch – Scheide, Gehänge, Portepee.
- Luftwaffendolch – eigene Form, eigene Beschläge, eigene Trageweise.
- Ausgehseitengewehr – Ausgangsanzug, Koppelschuh, Troddel oder Portepee.
- Säbel – Offiziers-, Parade- und Traditionsstück.
Partei und Organisationen
Partei und angeschlossene Organisationen nutzten Dolche und Seitenwaffen ebenfalls als sichtbare Uniformbestandteile.
SA, SS, NSKK, RAD, Zoll, Feuerwehr, DRK und weitere Organisationen hatten eigene Formen. Die Seitenwaffe zeigte Zugehörigkeit, Ranggruppe, Dienststellung oder Organisation. Der politische und organisatorische Charakter steht hier im Vordergrund.
Es handelt sich nicht um normale militärische Kampfwaffen, sondern um Uniform- und Organisationsstücke. Gerade bei diesen Stücken sind Trägerkreis, Vorschrift, Hersteller, Scheide, Gehänge, Griff, Beschläge und Erhaltung wichtig.
Bei Stücken aus der Zeit 1933 bis 1945 ist die rechtliche Einordnung nach §§ 86 und 86a StGB zu beachten. Die Beschäftigung mit solchen Objekten gehört in den Bereich der historischen Einordnung, Forschung, Dokumentation und Sammlung.
Bundeswehr und NVA
Nach 1945 blieb die Blankwaffe nur noch eingeschränkt im militärischen Alltag erhalten.
Bei der Bundeswehr standen Feuerwaffen, technische Ausrüstung und praktische Einsatzmittel im Vordergrund. Messer blieben als Werkzeug oder Ausrüstungsgegenstand erhalten. Säbel und Dolche hatten keine vergleichbare Bedeutung mehr.
Bei der NVA gab es weiterhin repräsentative Dolche, dort als Ehrendolche bezeichnet, besonders für Offiziere und bestimmte Dienstbereiche. Daneben gab es Geschenkdolche, die für besondere Leistungen verliehen wurden. Diese Stücke standen klar im Bereich Uniform, Parade und militärische Repräsentation.
Die Blankwaffe war nicht verschwunden, aber ihre Funktion hatte sich verändert: aus Kampfgerät wurde Uniformstück, Traditionsobjekt oder Organisationszeichen.
Einordnung
Bei Blankwaffen entscheidet nicht nur die Klinge. Entscheidend sind Funktion, Trageweise und Zubehör.
- Bajonett – Bewaffnung, Seitengewehr, zum Aufpflanzen auf das Gewehr.
- Kampfmesser – feldmäßige Nutzung, Nahbereich, Gebrauchsmesser.
- Stiefelmesser – kurze Klinge, schneller Zugriff, praktische Trageweise.
- Grabenmesser – Nahkampfwaffe aus dem Stellungskrieg.
- Ausgehseitengewehr – Uniformstück zum Ausgangsanzug.
- Dolch – Uniformwaffe, Organisations- oder Ranggruppenzeichen.
- Säbel und Degen – Offiziers-, Parade- und Traditionsstücke.
Zubehör gehört zur Bewertung: Scheide, Koppelschuh, Gehänge, Portepee, Troddel, Koppel, Beschläge, Hersteller, Zustand und Originalität.
Bekannte Dolche, Säbel und Seitenwaffen
In Nachlässen, Sammlungen und Bewertungen tauchen bestimmte Blankwaffen besonders häufig auf. Dazu gehören SA-Dolch, SS-Dolch, NSKK-Dolch, Heeresdolch, Luftwaffendolch, Kriegsmarine-Dolch, Marinedolch, Diplomatendolch, RAD-Hauer, DRK-Hauer, Feuerwehr-Seitengewehr, Zolldolch, Forstdolch, Hirschfänger, Polizei-Degen, Ausgehseitengewehr sowie Bajonett und Seitengewehr.
Bei den feldmäßigen Stücken stehen Grabendolch, Kampfmesser, Stiefelmesser, Nahkampfmesser, Fallschirmjäger-Kappmesser und Tauchermesser gesondert. Hier geht es um Gebrauch, Nahbereich, Ausrüstung, Werkzeugfunktion oder speziellen Einsatz.
Bei Säbeln und Degen sind besonders Heeressäbel, Offizierssäbel, Kavalleriesäbel, Artilleriesäbel, Polizeisäbel, Marinesäbel, Löwenkopfsäbel, Pallasch, Degen, Generaldegen, Luftwaffen-Generaldegen, Ehrensäbel, Geschenksäbel, Schießpreis-Säbel und Eigentumssäbel zu nennen.
Die Unterscheidung bleibt wichtig: Ausgehseitengewehr, Offiziersdolch, Diplomatendolch, Ehrendolch oder Geschenksäbel gehören nicht in dieselbe Gruppe wie Bajonett, Kampfmesser, Stiefelmesser oder Tauchermesser. Entscheidend sind Funktion, Trageweise, Vorschrift, Hersteller, Zubehör, Zustand und Herkunft. Weitere Einzelobjekte dieser Art finden sich fortlaufend in der Militaria-Infothek.
Wichtige Hersteller und Herstellerzeichen
Bei Dolchen, Säbeln, Degen, Bajonetten und Ausgehseitengewehren sind Hersteller und Herstellerzeichen ein wichtiger Teil der Einordnung. Viele bekannte deutsche Blankwaffen stammen aus Solingen.
| Kürzel / Marke | Vollständiger Name, Ort |
|---|---|
| WKC | Weyersberg, Kirschbaum & Cie., Solingen |
| Alcoso / ACS | Alexander Coppel GmbH, Solingen |
| Carl Eickhorn / Original Eickhorn | Carl Eickhorn, Solingen |
| E. & F. Hörster | E. & F. Hörster, Solingen |
| F. W. Höller | Friedrich Wilhelm Höller, Solingen |
| E. P. & S. | Ernst Pack & Söhne, Solingen |
| SMF | Solinger Metallwaren-Fabrik Stöcker & Co., Solingen |
| Puma | Puma-Werk Lauterjung & Co., Solingen |
| A. Wingen Jr. | Anton Wingen Jr., Solingen |
| Robert Klaas | Robert Klaas, Solingen |
| G. Hammesfahr | Gottlieb Hammesfahr, Solingen-Foche |
| C. J. Krebs | Carl Julius Krebs, Solingen |
| Clemen & Jung | Clemen & Jung, Solingen |
| Herder | Richard Abr. Herder, Solingen |
| Emil Voos | Emil Voos, Solingen |
| Paul Weyersberg | Paul Weyersberg & Co., Solingen |
| Linder | Linder, Solingen |
| Wüsthof | Eduard Wüsthof, Solingen |
| J. A. Henckels / Zwilling | J. A. Henckels, Solingen |
| Aesculap | Aesculap Werke / Jetter & Scheerer, Tuttlingen |
| Gebr. Heller | Gebrüder Heller, Marienthal / Schmalkalden |
Bei besonderen Stücken zählen Herstellerzeichen, Solinger Herkunft, Klingenätzung, Damastklinge, Widmung, Namensgravur, Trägerbezug, Scheide, Gehänge, Portepee und Provenienz. Ein Offiziersdolch, Eigentumssäbel, Schießpreis, Ehrendolch oder Geschenkdolch mit Trägernachweis ist anders zu bewerten als ein normales Ausgehstück ohne Herkunft. Eine erste Einschätzung zu Herkunft und Hersteller bieten wir im Fachhandel German Historica.
Schluss
Die Blankwaffe verschwand nicht plötzlich aus der militärischen Welt. Ihre Funktion änderte sich Schritt für Schritt.
Bajonett, Kampfmesser, Stiefelmesser und Grabenmesser blieben näher an der feldmäßigen Nutzung.
Ausgehseitengewehr, Offiziersdolch, Marinedolch, Heeresdolch, Luftwaffendolch, Säbel und Degen standen zunehmend für Uniform, Dienststellung, Zugehörigkeit und Tradition.
Daneben gab es besondere Blankwaffen: Degen für Luftwaffen-Generäle, Geschenk- und Ehrendolche, persönliche Widmungsstücke, Schießpreise in Form von Säbeln oder Dolchen sowie private Luxus- und Eigentumsstücke mit Gravuren, Damastklingen oder besonders aufwendiger Ausstattung.
Auch Geschenkdolche aus dem Umfeld hoher Befehlshaber wie Dönitz oder Raeder, etwa an U-Boot-Kommandanten, Ritterkreuzträger oder besonders ausgezeichnete Soldaten, gehören in diesen Bereich.
Bei solchen Stücken zählen vor allem Hersteller, Trägerbezug, Widmung, Gravur, Damastklinge, Scheide, Gehänge, Portepee, Zustand und Provenienz. Solinger Hersteller wie Eickhorn, WKC, Alcoso, Hörster, Puma, Pack oder Wingen spielen bei der Einordnung eine wichtige Rolle.
Gerade bei Nachlässen ist die genaue Einordnung wichtig. Ein einfacher Offiziersdolch, ein privat beschaffter Eigentumssäbel, ein Schießpreis, ein Ehrendolch oder ein Stück mit Trägernachweis sind unterschiedlich zu bewerten. Entscheidend sind nicht nur Klinge und Zustand, sondern auch Herkunft, Zubehör und Zusammenhang.
Diese Trennung ist wichtig für Beschreibung, Bewertung und historische Einordnung. Weitere Beiträge zu einzelnen Objektgruppen finden Sie im Militaria-Blog.
Ankauf & Bewertung
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Militärische Blankwaffen: Entwicklung, Einordnung und Sammlerbewertung