Schlachtschiff Bismarck Originaldokumente eines ehemaligen Besatzungsmitglieds zeigen wir hier in sehr seltener Form. Schlachtschiff Bismarck Originaldokumente wie diese sind auf dem Sammlermarkt nur sehr selten anzutreffen.
Inhalt:
- Schlachtschiff Bismarck Originaldokumente im historischen Kontext
- Bau, Indienststellung und Unternehmen Rheinübung
- Versenkung der HMS Hood und der entscheidende Torpedotreffer
- Verwundbarkeit der Großkampfschiffe im Zweiten Weltkrieg
- Tarnung statt Panzerung: Sichtbarkeit als Schwachstelle
- Großkampfschiffe als bevorzugte Angriffsziele
- Untergang und Besatzung
- Schlachtschiff Bismarck Originaldokumente: Der Mythos vom unversenkbaren Großkampfschiff
Schlachtschiff Bismarck Originaldokumente im historischen Kontext
Die Bismarck war ein Schlachtschiff der Kriegsmarine.
Bau, Indienststellung und Unternehmen Rheinübung
Die Bismarck lief am 14. Februar 1939 in Hamburg vom Stapel. Am 24. August 1940 wurde sie in Dienst gestellt. Im Mai 1941 brach sie im Rahmen des Unternehmens „Rheinübung" gemeinsam mit dem Schweren Kreuzer Prinz Eugen zu einem Vorstoß in den Nordatlantik auf, um alliierte Versorgungskonvois anzugreifen.
Versenkung der HMS Hood und der entscheidende Torpedotreffer
Am 24. Mai 1941 versenkte die Bismarck in der Dänemarkstraße den britischen Schlachtkreuzer HMS Hood, der dabei mit fast der gesamten Besatzung unterging. Die britische Royal Navy setzte daraufhin erhebliche Kräfte ein, um die Bismarck zu stellen. Entscheidend war letztlich nicht ein anderes Großkampfschiff, sondern ein einzelner Torpedotreffer eines veralteten Doppeldecker-Torpedoflugzeugs vom Typ Fairey Swordfish, gestartet vom Flugzeugträger HMS Ark Royal. Der Treffer beschädigte das Ruder und machte die Bismarck manövrierunfähig, danach war sie den nachrückenden britischen Einheiten praktisch schutzlos ausgeliefert.
Verwundbarkeit der Großkampfschiffe im Zweiten Weltkrieg
Der Fall zeigt beispielhaft eine Schwäche, die sich im gesamten Zweiten Weltkrieg zunehmend bestätigte: Ein einzeln operierendes Großkampfschiff, so stark gepanzert und bewaffnet es auch war, blieb gegen kleine, bewegliche Einheiten, Torpedoflugzeuge, U-Boote, Zerstörer im Rudel, erstaunlich verwundbar. Der immense Bau- und Ressourcenaufwand eines Schlachtschiffs stand in keinem Verhältnis zu der Leichtigkeit, mit der ein einziger Treffer aus vergleichsweise primitiver Waffentechnik es lahmlegen konnte. Die Ära der Schlachtschiffe als dominante Seemacht neigte sich damit bereits sichtbar dem Ende zu, zugunsten von Flugzeugträgern und einem Verbund aus kleineren, flexibleren Einheiten.
Tarnung statt Panzerung: Sichtbarkeit als Schwachstelle
Daraus ergibt sich eine Lehre, die sich bis heute in der Seekriegsführung hält: Der wirksamste Schutz auf See ist oft nicht Panzerung oder Größe, sondern schlicht, unentdeckt zu bleiben. Klein, leise und mit einem möglichst wirkungsvollen Waffensystem ausgestattet zu sein, bringt taktisch mehr als ein großes, weithin sichtbares und schwer zu verbergendes Schiff. Ein Großkampfschiff wie die Bismarck war schon durch seine Größe kaum zu tarnen und musste, sobald geortet, mit dem Zugriff überlegener gegnerischer Kräfte rechnen. Diese Verwundbarkeit durch Sichtbarkeit war ein Grundproblem, das keine noch so starke Panzerung ausgleichen konnte.
Großkampfschiffe als bevorzugte Angriffsziele
Großkampfschiffe waren zudem, gerade wegen ihrer Größe und ihres propagandistischen Wertes, immer primäre Angriffsziele. Ihre Versenkung oder Kaperung war für den Gegner ein besonders lohnendes Ziel, strategisch wie propagandistisch, entsprechend konzentrierten sich Aufklärung und Angriffskräfte oft gezielt auf sie. Ein Schiff wie die Bismarck zog damit automatisch überproportionale Aufmerksamkeit und Ressourcen des Gegners auf sich, was das Risiko für die Besatzung zusätzlich erhöhte.
Untergang und Besatzung
Von rund 2.200 Mann Besatzung überlebten nur etwa 114 Seeleute. Die genauen Umstände des Untergangs, insbesondere ob das Schiff durch gegnerischen Beschuss sank oder von der eigenen Besatzung versenkt wurde (Selbstversenkung), werden bis heute diskutiert.
Auch hier zeigte sich wieder ein Muster, das sich durch die Geschichte des Krieges zieht: Größenwahn und der Glaube an die Überlegenheit des massiven, prestigeträchtigen Großgeräts kosteten immer wieder aufs Neue viele Menschen das Leben.
Schlachtschiff Bismarck Originaldokumente: Der Mythos vom unversenkbaren Großkampfschiff
Das Schicksal der Hood und der Bismarck zeigt eindeutig: Zwei der größten und stärksten Kriegsschiffe ihrer Zeit, jeweils Stolz und Prestigeobjekt einer ganzen Marine, waren binnen weniger Tage vernichtet, die Hood durch einen einzigen Treffer, die Bismarck durch einen einzelnen Torpedo aus einem veralteten Doppeldecker. Beide Male entschied nicht die schiere Größe oder Feuerkraft, sondern Zufall, ein einzelner Treffer an entscheidender Stelle. Der Mythos vom unverwundbaren Großkampfschiff zerbrach an diesen beiden Beispielen ein für alle Mal.
Weiterführende Beiträge zur Kriegsmarine finden Sie in der Militaria-Infothek sowie im Militaria-Blog.
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Rechtlicher Hinweis: Die Darstellung und Beschreibung der gezeigten Originaldokumente erfolgt ausschließlich zu historischen, dokumentarischen und sammlerischen Zwecken (§§ 86, 86a StGB). Eine Verherrlichung nationalsozialistischer Ideologie ist damit nicht verbunden.
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