Torpedomodell G7a , Kriegsmarine Werftarbeit aus Kiel. Ein schönes Beispiel für diese Art von Werftarbeit ist ein großes Modell eines Torpedo G 7 a der Kriegsmarine, welches wir diese Woche bekamen. Das Modell ist 30 cm lang und wiegt ca. 2,5 kg. Es besteht aus Messing und ist vernickelt.


Werftmodelle der Kaiserlichen Marine und Kriegsmarine

Herkunft und Fertigung

Solche Stücke wurden nicht als Spielzeug gefertigt, sondern waren hochwertige Geschenke und Anschauungsobjekte, von Hand gefertigt in Werften, Lehrwerkstätten sowie Fertigungs- und Reparaturbetrieben — auch bei der Friedrich Krupp Germaniawerft und den Howaldtswerken in Kiel. Gefertigt wurden sie von Lehrlingen, Handwerkern, Werftangehörigen oder Seeleuten mit entsprechender Begabung.

Tradition der Werftarbeiten

Diese Tradition ist deutlich älter. Schon während der Freiwachen an Bord wurden kleine Gegenstände geschnitzt, gebaut oder aus vorhandenen Materialien gefertigt. Zunächst entstanden solche Arbeiten vor allem aus Holz, Muscheln und Knochen, später auch aus Elfenbein, Walrosszahn, Silber, Blech, Messing oder Bronze.

Auch in den Werften der Kaiserlichen Marine sind Werftarbeiten bekannt, darunter auch Torpedomodelle. In der Kriegsmarine setzte sich diese Praxis fort.

Modelltypen und Objekte

Neben Torpedomodellen entstanden auch Schiffsmodelle, darunter Schlachtschiffe, Zerstörer, Schnellboote und U-Boote. Bekannt sind außerdem Anker, Geschütztürme, Steuerräder, Taucherhelme, Schiffsschrauben, Knotentafeln und Reliefs.

Diese Stücke waren in der Regel Einzelanfertigungen. Sie entstanden nicht in industrieller Serienfertigung, sondern im Umfeld der jeweiligen Werft, Einheit oder Besatzung. Deshalb unterscheiden sie sich oft deutlich in Größe, Material und Ausführung.

Bekannt sind Arbeiten aus dem Umfeld der Friedrich Krupp Germaniawerft und der Howaldtswerke in Kiel, der Flender-Werke in Lübeck sowie der Kriegsmarinewerft Wilhelmshaven.

Geschenke an Kommandanten

Solche Werftmodelle wurden auch als Geschenke oder Erinnerungsstücke an U-Boot-Kommandanten und verdiente Besatzungen überreicht. Teilweise geschah dies im Zusammenhang mit besonderen Auszeichnungen, etwa mit der Verleihung des Ritterkreuzes zum Eisernen Kreuz. Aus dem Umfeld bekannter U-Boote und Kommandanten, etwa U 47 unter Günther Prien, sind entsprechende Stücke der Germaniawerft überliefert.

Funde in Nachlässen und Haushalten

Heute finden sich solche Werftmodelle und maritimen Handwerksarbeiten noch vereinzelt in Nachlässen der Kaiserlichen Marine und der Kriegsmarine, wenn auch nur selten. Gerade in Kieler Haushalten tauchen sie hin und wieder auf — naheliegend angesichts der langen Werftgeschichte der Stadt.


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Kontakt

Thomas Huss & Söhne / German Historica

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Autor / fachliche Verantwortung
Thomas Huss · Dipl.-Ing. · German Historica / Militaria Kiel

Werftmodell Torpedo G 7 a, Kriegsmarine, eigener Bestand