Das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes von Steinhauer & Lück gehört zu den frühen Nachkriegsfertigungen der 1950er-Jahre — gefertigt auf den originalen Werkzeugen, aber eindeutig nach dem 8. Mai 1945 entstanden. Es stammt aus dem Nachlass eines ehemaligen SS-Panzeroffiziers und wurde ihm nach dem Krieg bei einem Veteranentreffen von einem Kameraden aus der HIAG überreicht.
Merkmale und Materialangaben
Provenienz — Nachlass eines SS-Panzeroffiziers
Einordnung und Forschungsstand
Hersteller des Ritterkreuzes — Übersicht
Ankauf & Bewertung
Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes — Steinhauer & Lück, B-Typ, frühe Nachkriegsfertigung
Merkmale und Materialangaben
| Hersteller | Steinhauer & Lück (S&L) |
| Typ | B-Typ |
| Einordnung | Sehr frühe Nachkriegsfertigung / Ausstellungs- bzw. Ersatzstück, typisch für S&L in den 1950er-Jahren |
| Kern | Nicht magnetisch |
| Rahmen | Vermutlich Silber, jedoch ohne Feingehaltsstempelung |
Provenienz — Nachlass eines SS-Panzeroffiziers
Dieses Ritterkreuz stammt aus dem Nachlass eines ehemaligen SS-Panzeroffiziers. Ihm war sein ursprünglich verliehenes Ritterkreuz infolge einer Verwundung nicht mehr persönlich ausgehändigt worden; das Kriegsende verhinderte die offizielle Übergabe. Das hier gezeigte Exemplar wurde ihm nach dem Krieg von einem Kameraden aus der HIAG bei einem Veteranentreffen überreicht.
Einordnung und Forschungsstand
Diese Art von S&L-Ritterkreuzen wurde über viele Jahre hinweg von verschiedenen Anbietern als späte, aber originale Stücke beschrieben und verkauft. Nach heutigem Forschungsstand gilt jedoch als gesichert, dass diese Kreuze erst nach dem 8. Mai 1945 gefertigt wurden — zwar auf den originalen Werkzeugen und vermutlich von denselben Mitarbeitern, jedoch eindeutig nicht als zeitgenössische Verleihungsstücke zu bewerten.
Trotz dieser Tatsache handelt es sich um ein seltenes und sammelwürdiges Exemplar mit interessantem historischem Hintergrund, gefertigt bei einem der renommiertesten Hersteller von Orden und Ehrenzeichen des Dritten Reiches.
Hersteller des Ritterkreuzes — Übersicht
Das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes wurde während des Zweiten Weltkrieges von mindestens fünf gesicherten Herstellern produziert. Die Markierungen folgen zwei Systemen: dem LDO-Code (Leistungsgemeinschaft Deutscher Ordenshersteller, erkennbar am vorangestellten „L") und dem Code der Präsidialkanzlei des Führers (einfache Ziffern ohne „L"). Von allen Herstellern sind zudem unmarkierte Stücke bekannt.
| Hersteller | Ort | LDO-Code | PK-Code | Silberpunze | Anmerkung |
|---|---|---|---|---|---|
| C. E. Juncker | Berlin | L/12 | 2 | 800 | Werk 1944 zerstört; Nachkriegsfertigung ausgeschlossen |
| Steinhauer & Lück | Lüdenscheid | — | 4 | 800 / 935 | Frühe Stücke meist unmarkiert; Code „4" und Punze 935 erst bei sehr späten bzw. Nachkriegsstücken |
| Klein & Quenzer A.G. | Oberstein | — | 65 | 800 | Frühe Sprungring nur 800; spätere Ausführungen zusätzlich Code 65 |
| Fritz Zimmermann | Stuttgart | L/52 | — | — | In der Regel mit L/52 markiert |
| Otto Schickle | Pforzheim | L/15 | — | — | Großteils unmarkiert; L/15 nur vereinzelt nachgewiesen |
Ankauf & Bewertung: Ritterkreuze, Orden und Ehrenzeichen
Sie möchten Ritterkreuze, Orden, Ehrenzeichen oder andere militärhistorische Objekte aus einem Nachlass oder einer Sammlung verkaufen? Wir sind im nördlichen Deutschland tätig – insbesondere im Raum Kiel, Rendsburg, Schleswig, Husum, Flensburg, Lübeck sowie Hamburg. Auf ankaufmilitaria.de finden Sie weitere Informationen zu unserem Militaria-Ankauf,