Frontflugspange für Zerstörer – werkseitiger Umbau. Bei der hier vorgestellten Frontflugspange für Zerstörer handelt es sich um eine sehr späte Ausführung mit nach unten zeigendem Pfeil – ein werkseitiger Umbau aus einer normalen Jägerspange, der die materialtechnischen Bedingungen der letzten Kriegsphase widerspiegelt.
Frontflugspange für Zerstörer – zeitgenössischer werkseitiger Umbau
Ausführung und Konstruktion
Konstruktiv basiert das Stück auf einer normalen Jägerspange, deren Mittelteil werkseitig entnommen, umgedreht und anschließend wieder sauber eingesetzt wurde. Solche Umbauten stehen im Zusammenhang mit den material- und fertigungstechnischen Bedingungen der letzten Kriegsphase: Ab etwa 1944 wurden vorhandene Bestände, Halbfertigprodukte und Einzelteile weiterverarbeitet, anstatt neue Stücke vollständig zu fertigen. Dies zeigt sich auch in der Ausführungsqualität dieser späten Variante.
Datierung und Originalität
Der Umbau ist handwerklich sauber ausgeführt und weist keine Merkmale späterer Manipulation auf. Für die zeitliche Einordnung ist die gleichmäßig entstandene Oberflächenoxidation entscheidend: Sie betrifft den umgearbeiteten Bereich und die übrigen Partien in identischer Weise. Der Umbau ist damit nicht nachträglich, sondern werkseitig um 1944/45 erfolgt.
Historische Bedeutung
Die vorliegende Spange stellt kein reguläres Serienprodukt dar, sondern eine zeitgenössische Sonderform innerhalb der späten Fertigung. Aus einer vorhandenen Jägerspange entstand durch gezielten Umbau eine Frontflugspange für Zerstörer. Weitere Details und Bildmaterial zu diesem Stück finden Sie in unserem ausführlichen Beitrag zur Frontflugspange für Zerstörer auf german-historica.de.
Varianten der Frontflugspange der Luftwaffe
Die Frontflugspange wurde je nach Einsatzart verliehen:
- Frontflugspange für Jäger
- Frontflugspange für Nachtjäger
- Frontflugspange für Zerstörer
- Frontflugspange für Kampfflieger und Sturzkampfflieger
- Frontflugspange für Aufklärer
- Frontflugspange für Transport- und Luftlandeflieger
- Frontflugspange Schlachtflieger
Die Frontflugspange wurde in den Stufen Bronze, Silber und Gold verliehen, wobei Gold die höchste reguläre Auszeichnung darstellte. Im Verlauf des Krieges reichte diese Stufung jedoch nicht mehr aus, um die stark steigenden Frontflugeinsätze angemessen abzubilden. Daher wurden zur Goldstufe zusätzliche Anhänger eingeführt, mit denen höhere Einsatzleistungen kenntlich gemacht werden konnten. Einen Überblick zu weiteren Auszeichnungen und Einzelstücken dieser Art finden Sie in unserer Militaria-Infothek.
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Quellen: Thomas Huss, german-historica.de; Nimmergut, Jörg: Deutsche Orden und Ehrenzeichen bis 1945, Zentralstelle für Wissenschaftliche Dokumentation; Bundesarchiv: Verordnungen und Durchführungsbestimmungen zur Stiftung und Verleihung der Frontflugspange (ab 1941).