U-Boot-Frontspange heißt die Auszeichnung, die am Ende einer Entwicklung stand, die mit dem U-Boot-Kriegsabzeichen von 1939 begonnen hatte. Großadmiral Karl Dönitz stiftete sie am 15. Mai 1944 in Bronze, am 24. November 1944 folgte die Stufe in Silber. Eine Stufe in Gold war geplant, wurde aber nie verliehen.
Inhalt
Die U-Boot-Frontspange im Detail
Grund der Stiftung
Viele U-Boot-Besatzungen hatten das Kriegsabzeichen von 1939 längst mehrfach übererfüllt, manche schon 1941. Andere Waffengattungen der Wehrmacht besaßen bereits Spangen als Steigerungsstufe zu ihren Grundauszeichnungen. Die U-Boot-Frontspange schloss diese Lücke für die U-Boot-Waffe.
Verleihungsvoraussetzungen
Ein festes Punktesystem gab es nicht. Als Richtwerte galten für Bronze etwa 15 Feindfahrten beziehungsweise 90 Seetage, für Silber etwa 25 Feindfahrten beziehungsweise 120 Seetage. Zusätzlich flossen Gefahrengrad, Tapferkeit und Erfolge nach Ermessen ein, ohne feste Verrechnung. Verliehen wurde sie im Auftrag Dönitz' durch die Flottillenchefs, auf Empfehlung des jeweiligen Kommandanten. Bei besonderen Fällen wie herausragenden Erfolgen oder Verwundung entschied Dönitz persönlich. Die Auszeichnung war nicht rückgabepflichtig und wurde auch postum an Hinterbliebene verliehen. Bei Verleihung der Silberstufe musste die Bronzestufe abgelegt werden.
Gestaltung und Hersteller
Die U-Boot-Frontspange bestand aus Feinzink, bronziert beziehungsweise versilbert. Das Mittelstück zeigte ein verkleinertes U-Boot-Kriegsabzeichen mit einem Lorbeerkranz darunter, ergänzt um zwei gekreuzte Schwerter. Links und rechts liefen je sechs versetzte Eichenblätter. Den Entwurf lieferte Peekhaus aus Berlin, alleiniger Hersteller war die Firma Schwerin, ebenfalls Berlin. Rückseitig trug das Stück die Markierung „Entwurf Peekhaus Ausf. Schwerin Berlin 68". Es existierten zwei Ausführungen, eine mit aufgesetztem und eine mit mitgeprägtem Nadelbock, beide aus Zinkmaterial. Eine Buntmetall-Ausführung gab es nicht. Getragen wurde die Spange unmittelbar über der Ordens- beziehungsweise Feldschnalle auf der linken Brustseite. Mehr zu vergleichbaren Auszeichnungen und ihrer Einordnung findet sich in der Militaria-Infothek.
Abgrenzung zum U-Boot-Kriegsabzeichen
Das U-Boot-Kriegsabzeichen wurde bereits am 13. Oktober 1939 von Admiral Erich Raeder gestiftet und war die Grundauszeichnung nach erfolgreicher Feindfahrt oder Verwundung. Die U-Boot-Frontspange dagegen war die Steigerungsstufe für wiederholten Fronteinsatz. Beide Auszeichnungen konnten gemeinsam getragen werden.
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Thomas Huss & Söhne / German Historica
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Rechtlicher Hinweis: Nach dem Gesetz über Titel, Orden und Ehrenzeichen vom 26. Juli 1957 dürfen Auszeichnungen dieser Art in der Bundesrepublik Deutschland nur ohne NS-Embleme getragen werden.
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