Deutsches Kreuz in Gold wurde am 28. September 1941 als „Kriegsorden des Deutschen Kreuzes" in den Ausführungen Gold und Silber gestiftet. Die goldene Ausführung wurde für vielfach bewiesene außergewöhnliche Tapferkeit oder vielfache hervorragende Verdienste in der Truppenführung verliehen. Das Deutsche Kreuz in Gold war keine weitere Klasse des Eisernen Kreuzes, stand in der damaligen Rangfolge aber über dem Eisernen Kreuz I. Klasse und unterhalb des Ritterkreuzes zum Eisernen Kreuz.


Verleihungsvoraussetzungen

Voraussetzungen für die Verleihung

Voraussetzung für die Verleihung war grundsätzlich der vorherige Besitz des Eisernen Kreuzes II. Klasse und I. Klasse oder der entsprechenden Wiederholungsspangen zum Eisernen Kreuz von 1914.

Das Deutsche Kreuz in Gold wurde nicht allein wegen eines langen Fronteinsatzes verliehen. Auch Belastbarkeit, Dienstalter oder die Übernahme militärischer Verantwortung reichten für sich genommen nicht aus. Entscheidend waren mehrfach bewiesene außergewöhnliche Tapferkeit oder wiederholte hervorragende Leistungen in der Truppenführung. Es musste sich somit um mehrere anerkannte Leistungen handeln, die deutlich über den Voraussetzungen für das Eiserne Kreuz I. Klasse lagen.

Das Deutsche Kreuz in Gold war allerdings keine zwingende Vorstufe zum Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz. Ein Soldat konnte das Ritterkreuz erhalten, ohne vorher mit dem Deutschen Kreuz ausgezeichnet worden zu sein. Ebenso führte der Besitz des Deutschen Kreuzes nicht automatisch zu einer späteren Ritterkreuzverleihung.

Gold und Silber an dieselbe Person

Das Deutsche Kreuz in Gold und das Deutsche Kreuz in Silber waren keine aufeinanderfolgenden Klassen. Beide Ausführungen standen nebeneinander und wurden für unterschiedliche Arten militärischer Leistungen verliehen: Gold für wiederholte Tapferkeit oder hervorragende Truppenführung, Silber für vielfache außergewöhnliche Verdienste in der militärischen Kriegführung.

Eine Person konnte grundsätzlich beide Ausführungen erhalten. Beim Besitz beider Kreuze wurde nur die goldene Ausführung getragen. Bei der Zahl der Doppelverleihungen bestehen Abweichungen: Neuere Auswertungen nennen elf Personen, während in anderer Literatur bis zu 15 Träger beider Ausführungen aufgeführt werden.


Verleihungszahlen

Die genaue Zahl der Verleihungen lässt sich wegen fehlender und gegen Kriegsende verlorener Unterlagen nicht abschließend feststellen. Nach neueren Auswertungen werden für das Deutsche Kreuz in Gold ungefähr 25.964 Verleihungen angenommen. Ältere Veröffentlichungen nennen teilweise rund 24.000 oder 24.200 Verleihungen. Die Zahl von etwa 25.964 beruht auf einer neueren Auswertung erhaltener Verleihungsunterlagen und gilt gegenwärtig als eine der belastbarsten Größenordnungen.

AuszeichnungUngefähre Verleihungszahl
Eisernes Kreuz II. Klasseetwa 4 bis 5 Millionen
Eisernes Kreuz I. Klasseetwa 300.000 bis 450.000
Deutsches Kreuz in Goldetwa 25.964
Deutsches Kreuz in Silberetwa 2.471
Ritterkreuz zum Eisernen Kreuzetwa 7.300

Die früher häufig genannte Zahl von nur ungefähr 1.100 Verleihungen des Deutschen Kreuzes in Silber sollte nicht mehr ohne Erklärung verwendet werden. Neuere Forschungen gehen von etwa 2.471 bis 2.500 Verleihungen aus.


Gestaltung und Fertigung

Das Deutsche Kreuz in Gold ist ein großes, mehrteilig aufgebautes Steckabzeichen mit einem Durchmesser von ungefähr 63 bis 65 Millimetern. Die Vorderseite besteht aus:

  • Äußerer Stern, achtstrahlig.
  • Innerer Stern, dunkelgrau beziehungsweise geschwärzt.
  • Mittelscheibe, silberfarben.
  • Ringe, zwei rot emailliert.
  • Lorbeerkranz, vergoldet.
  • Jahreszahl „1941".
  • Hakenkreuz, schwarz emailliert mit silberfarbener Einfassung.

Der grundsätzliche Aufbau bestand unabhängig vom Hersteller aus fünf Hauptteilen. Nadelsystem, Nieten, Scharnier und Gegenhaken kamen als weitere Einzelteile hinzu. Auf der Rückseite befindet sich ein breites, senkrecht angebrachtes Nadelsystem. Die Form der Nadel, des Nadelbocks, des Gegenhakens und der Nieten unterscheidet sich je nach Hersteller und Fertigungszeitraum.

Bei den verwendeten Materialien finden sich unter anderem Tombak, Messing, Cupal, Neusilber, Aluminium und Emaille. Die bisherige Einteilung in eine schwere Messingausführung und eine spätere leichte Cupalausführung ist zu stark vereinfacht. Verschiedene Hersteller fertigten sowohl schwere als auch leichtere Varianten. Material, Gewicht und Konstruktion müssen immer zusammen mit dem jeweiligen Hersteller betrachtet werden.


Hersteller des Deutschen Kreuzes in Gold

Nach dem gegenwärtigen Forschungsstand werden fünf Firmen allgemein als Hersteller der zeitgenössischen Serienfertigungen anerkannt, dieselben Betriebe, die auch für unseren Beitrag zum Deutschen Kreuz in Silber maßgeblich sind:

HerstellerOrtHerstellerkennzeichen
Deschler & SohnMünchen1
C. E. JunckerBerlin2 beziehungsweise unmarkiert
C. F. ZimmermannPforzheim20
Gebrüder Godet & Co.Berlin21 beziehungsweise unmarkiert
Otto Klein & Co.Hanau134

Frühe Kreuze blieben teilweise unmarkiert. Ab Ende 1942 beziehungsweise Anfang 1943 wurden zahlreiche Stücke mit den Liefernummern der Präsidialkanzlei gekennzeichnet. Fertigungen von Deschler & Sohn und C. F. Zimmermann werden am häufigsten angetroffen. Otto Klein, Juncker und Godet erscheinen im erhaltenen Bestand deutlich seltener. Verlässliche Produktionszahlen oder genaue prozentuale Fertigungsanteile der einzelnen Firmen sind jedoch nicht bekannt.

Deschler & Sohn, München – Kennzeichnung 1

Deschler & Sohn fertigte die ersten bekannten Deutschen Kreuze. Der Entwurf selbst wird Professor Richard Klein aus München zugeschrieben. Die ersten Versuchsstücke besaßen eine aufwendige Konstruktion mit zehn Nieten. Bei der anschließenden Serienfertigung verwendete Deschler zunächst sechs Nieten, ab ungefähr Mitte 1942 entstanden überwiegend Ausführungen mit vier Nieten.

Von Deschler sind schwere und leichtere Fertigungen bekannt. Die Herstellernummer „1" befindet sich gewöhnlich auf der Nadel. Daneben existieren unmarkierte Stücke, die anhand ihrer Konstruktion und der verwendeten Einzelteile zugeordnet werden.

C. F. Zimmermann, Pforzheim – Kennzeichnung 20

Zimmermann fertigte sowohl schwere als auch leichte Ausführungen des Deutschen Kreuzes in Gold. Schwere Zimmermann-Stücke können ein Gewicht von mehr als 60 Gramm erreichen. Die späteren leichten Stücke sind deutlich leichter und wurden unter anderem unter Verwendung von Cupal und dünneren Bauteilen gefertigt.

Die Herstellernummer „20" befindet sich normalerweise auf der Rückseite der Nadel. Zimmermann-Fertigungen gehören neben den Kreuzen von Deschler zu den häufiger erhaltenen Ausführungen.

Otto Klein & Co., Hanau – Kennzeichnung 134

Otto Klein & Co. fertigte vor allem leichte Ausführungen. Typisch sind eine mehrteilige Konstruktion mit vier Hohlnieten und die Herstellerkennzeichnung „134". Die Nummer befindet sich bei bekannten Stücken häufig auf der rückseitigen Grundplatte beziehungsweise im Bereich des Nadelsystems. Kreuze von Otto Klein sind gesicherte zeitgenössische Fertigungen, werden aber seltener angetroffen als Stücke von Deschler und Zimmermann.

C. E. Juncker, Berlin – Kennzeichnung 2 oder unmarkiert

C. E. Juncker fertigte ebenfalls Deutsche Kreuze in Gold. Bekannt sind gekennzeichnete und unmarkierte Ausführungen. Die Zuordnung unmarkierter Juncker-Stücke erfolgt anhand der Konstruktion, der Form der Rückseite sowie der Ausführung von Nadelbock, Gegenhaken und Nadel. Die Herstellernummer „2" kann auf der Nadel beziehungsweise im Bereich des Nadelsystems angebracht sein.

Juncker-Fertigungen sind wesentlich seltener als die bekannten Stücke von Deschler und Zimmermann.

Gebrüder Godet & Co., Berlin – Kennzeichnung 21 oder unmarkiert

Die korrekte Firmenbezeichnung lautet Gebrüder Godet & Co. und nicht lediglich „J. Godet & Sohn". Godet fertigte schwere, mehrteilige Deutsche Kreuze in Gold. Bekannt sind Ausführungen mit sechs Nieten und der Herstellerkennzeichnung „21" auf der Nadel.

Daneben kommen unmarkierte Stücke vor, deren Zuordnung anhand der Konstruktion und der charakteristischen Einzelteile erfolgt. Godet-Fertigungen gehören zu den selteneren zeitgenössischen Ausführungen.


Schwere und leichte Ausführungen

Die Bezeichnungen „schwer" und „leicht" beziehen sich auf Konstruktion und Material, nicht auf eine unterschiedliche Verleihungsstufe. Schwere Ausführungen haben eine Rückplatte aus Buntmetall. Bei späteren den s. g. leichten Stücken wurden Cupal verwendet d. h. Aluminium-Rückplatten mit einer aufgewalzten Kupferschicht, dadurch können sich deutliche Gewichtsunterschiede ergeben.

  • Aufbau und Material, entscheidend für die Grundeinordnung.
  • Zahl und Form der Nieten, herstellertypisch.
  • Form der Nadel, Nadelbock und Gegenhaken.
  • Herstellerkennzeichnung, sofern vorhanden.
  • Kranz und Jahreszahl, im Detail zu prüfen.
  • Emaillearbeiten, Qualität und Ausführung.
  • Rückseitenkonstruktion, als Gesamtbild.

Verleihungsetui

Das Deutsche Kreuz in Gold wurde normalerweise in einem schwarzen, quadratischen Etui ausgegeben. Das Innere besitzt eine helle Deckelfütterung und eine dunkle, an die Form des Kreuzes angepasste Einlage. Bei den Etuis für das Deutsche Kreuz in Gold findet sich eine goldfarbene Kennlinie beziehungsweise Umrandung, bei den Etuis für die silberne Ausführung ist diese entsprechend silberfarben.

Etui und Kreuz wurden nicht zwingend vom gleichen Hersteller gefertigt. Bei der Einordnung eines Sets müssen deshalb das Kreuz und das Etui zunächst jeweils für sich geprüft werden.


Verleihungsurkunden

Beim Heer wurden zunächst häufig vorläufige Besitzzeugnisse im Format DIN A5 ausgegeben, später folgte die große endgültige Verleihungsurkunde. Für Luftwaffe und Kriegsmarine sind überwiegend die großen endgültigen Urkunden bekannt. Nach einer fachlichen Zusammenstellung wurden dort keine vorläufigen Besitzzeugnisse in der beim Heer üblichen Form ausgegeben.

Weitere Hinweise auf die Verleihung können sich befinden in:

  • Soldbüchern, als primäre Quelle.
  • Wehrpässen, mit Verleihungsvermerk.
  • Personalakten, dienstlich geführt.
  • Beförderungsunterlagen, ergänzend.
  • Ordenslisten, einheitsbezogen.
  • Zeitgenössischen Fotos, als Trageindiz.
  • Übersendungs- und Begleitschreiben, zur Urkunde.

Bei einem geschlossenen Nachlass ist die Urkunde für die eindeutige Zuordnung besonders wichtig. Aus ihr ergeben sich Empfänger, Dienstgrad, Einheit und Verleihungsdatum.


Trageweise

Das Deutsche Kreuz wurde als großes Steckabzeichen auf der rechten Brustseite der Uniform getragen. Es saß gewöhnlich auf beziehungsweise oberhalb der rechten Brusttasche. Befand sich dort bereits das Spanienkreuz, wurde das Deutsche Kreuz darüber getragen. Wegen seiner Größe und seines vergleichsweise hohen Gewichts war die Metallausführung bei Fronteinsätzen, in Fahrzeugen und bei fliegendem Personal teilweise unpraktisch.


Stoffausführungen

Im Juni 1942 wurde für das Deutsche Kreuz in Gold eine Stoffausführung genehmigt. Sie war leichter und konnte auf Feld-, Panzer-, Flieger- und Marineuniformen aufgenäht werden. Die Stoffunterlage wurde an die jeweilige Uniformfarbe angepasst. Bekannt sind unter anderem:

  • Feldgrau, für das Heer.
  • Dunkelblau, für die Kriegsmarine.
  • Blaugrau, für die Luftwaffe.
  • Schwarz, für die Panzertruppe.
  • Steingrau, für Sturmgeschützuniformen.
  • Olivfarbene und khakifarbene Ausführungen.
  • Weiße Ausführungen für Sommeruniformen.

Der Kranz und die übrigen Bestandteile wurden gestickt beziehungsweise aus Metallfäden und textilem Material gefertigt, je nach Ausführung konnten einzelne Bestandteile aus Metall bestehen. Zeitgenössische Stoffausführungen sind deutlich seltener als die Metallstücke. Unterschiede bestehen bei Unterlage, Stickerei, Papierabdeckung und Fertigungsqualität.


Deutsches Kreuz in Gold mit Brillanten

Neben der regulären Ausführung wurde eine besondere Variante des Deutschen Kreuzes in Gold mit Brillanten vorbereitet. Im Jahr 1942 erhielt der Münchener Hofjuwelier P. Rath den Auftrag zur Herstellung von 20 Exemplaren. Die Kreuze wurden im Dezember 1942 an die Präsidialkanzlei geliefert, der Preis betrug 2.800 Reichsmark pro Stück.

Zu einer formellen Stiftung und Verleihung dieser Ausführung kam es jedoch nicht. Bei den erhaltenen Kreuzen handelt es sich daher nicht um verliehene Orden, sondern um vorbereitete Muster beziehungsweise nicht ausgegebene Sonderanfertigungen. Die Stücke befanden sich bei Kriegsende in Schloss Kleßheim bei Salzburg, wohin Bestände der Ordenskanzlei ausgelagert worden waren. Nach der Besetzung des Schlosses gelangten mehrere Exemplare in die Vereinigten Staaten.

Da diese Ausführung nie offiziell gestiftet und nie verliehen wurde, existiert auch keine reguläre 1957er Ausführung des Deutschen Kreuzes in Gold mit Brillanten.


Deutsches Kreuz in Gold – Ausführung von 1957

Das Gesetz über Titel, Orden und Ehrenzeichen vom 26. Juli 1957 ermöglichte berechtigten früheren Trägern das Tragen zahlreicher Auszeichnungen aus der Zeit von 1933 bis 1945 in veränderter Form. Die nationalsozialistischen Embleme mussten entfernt und durch amtlich festgelegte neutrale Symbole ersetzt werden. Die 1957er Ausführungen waren keine neuen Auszeichnungen der Bundesrepublik und wurden nicht neu verliehen.

Beim Deutschen Kreuz in Gold wurde das Hakenkreuz durch ein Eisernes Kreuz ersetzt. Der goldfarbene Lorbeerkranz und die Jahreszahl „1941" blieben erhalten. Beim Deutschen Kreuz in Silber wurde dagegen ein Kriegsverdienstkreuz mit Schwertern eingesetzt.


Nachkriegsfertigungen

Steinhauer & Lück, Lüdenscheid

Steinhauer & Lück gehört zu den maßgeblichen Nachkriegsherstellern der offiziell zugelassenen 1957er Auszeichnungen. Die Firma fertigte auch das Deutsche Kreuz in Gold in der gesetzlich veränderten Form mit Eisernem Kreuz anstelle des Hakenkreuzes. Bekannte frühe Stücke sind mehrteilig und qualitativ hochwertig gearbeitet, spätere Fertigungen können einfacher und leichter ausgeführt sein.

Die Kreuze sind häufig nicht mit einem Herstellerzeichen versehen. Die Zuordnung zu Steinhauer & Lück erfolgt anhand der Konstruktion, der Mitteldekoration, der Nieten und des Nadelsystems.

Steinhauer & Lück fertigte damit die amtlich zugelassene 1957er Form, das bedeutet jedoch nicht, dass es sich um eine neue staatliche Verleihung handelte. Die Stücke wurden von berechtigten Trägern als Ersatz für die nicht tragbare ursprüngliche Ausführung beschafft.

Daneben sind Steinhauer-&-Lück-Fertigungen in der ursprünglichen Gestaltung mit Hakenkreuz bekannt. Die genaue zeitliche Einordnung dieser Stücke ist umstritten, sie werden je nach Bauform als sehr späte Fertigungen, nicht mehr ausgegebene Stücke oder als Nachkriegsanfertigungen eingeordnet. Steinhauer & Lück sollte daher im Beitrag getrennt von den fünf allgemein anerkannten Herstellern regulärer Verleihungsstücke aufgeführt werden.

Rudolf Souval, Wien

Rudolf Souval stellte nach 1945 weiterhin Deutsche Kreuze in Gold her. Dabei handelte es sich um private Ersatz-, Veteranen- und Sammleranfertigungen. Souval fertigte überwiegend Kreuze in der ursprünglichen Gestaltung mit Hakenkreuz, diese Stücke sind keine 1957er Ausführungen.

Typische Souval-Nachkriegsstücke können mehrteilig und aufwendig gearbeitet sein. Bekannt sind unter anderem Ausführungen mit einem aufgeklammerten emaillierten Hakenkreuz und dem charakteristischen Souval-Gegenhaken, der unter Sammlern häufig als „Souval-Klaue" bezeichnet wird.

Souval verwendete nach dem Krieg teilweise weiterhin vorhandene Werkzeuge, Bauteile und Herstellerkennzeichnungen. Deshalb ist insbesondere die Kennzeichnung „L/58" allein kein Beweis für eine Fertigung vor Mai 1945. Souval-Fertigungen müssen klar als Nachkriegsstücke bezeichnet werden. Sie dürfen weder als reguläre Verleihungsstücke noch als 1957er Ausführungen angeboten werden, sofern sie weiterhin das Hakenkreuz tragen.

Zusammenfassung der Hersteller

Gesicherte zeitgenössische Hersteller bis 1945:

  • Deschler & Sohn, München – Kennzeichnung 1.
  • C. E. Juncker, Berlin – Kennzeichnung 2 oder unmarkiert.
  • C. F. Zimmermann, Pforzheim – Kennzeichnung 20.
  • Gebrüder Godet & Co., Berlin – Kennzeichnung 21 oder unmarkiert.
  • Otto Klein & Co., Hanau – Kennzeichnung 134.

Sonderanfertigung:

  • P. Rath, München – Deutsches Kreuz in Gold mit Brillanten, 20 hergestellte, aber nicht verliehene Exemplare.

Nachkriegsfertigungen:

  • Steinhauer & Lück, Lüdenscheid – maßgeblicher Hersteller der gesetzlich zugelassenen 1957er Ausführung.
  • Rudolf Souval, Wien – privater Nachkriegsproduzent, häufig weiterhin in der ursprünglichen Gestaltung mit Hakenkreuz.

Historische und rechtliche Einordnung

Das Deutsche Kreuz in Gold war eine Auszeichnung für mehrfach bewiesene außergewöhnliche Tapferkeit oder wiederholte hervorragende Leistungen in der Truppenführung. Es stand zwischen dem Eisernen Kreuz I. Klasse und dem Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz, war jedoch weder eine weitere Klasse des Eisernen Kreuzes noch eine zwingende Vorstufe zum Ritterkreuz.

Wer sich vertiefend mit Orden und Auszeichnungen des Deutschen Reiches beschäftigt, findet weiterführende Beiträge in der Militaria-Infothek.

Rechtlicher Hinweis

Dieser Beitrag zeigt und beschreibt ein Objekt mit nationalsozialistischer Symbolik im Sinne der §§ 86, 86a StGB. § 86a Absatz 3 StGB verweist jedoch ausdrücklich auf die Ausnahmen des § 86 Absatz 4 StGB. Dazu gehören unter anderem staatsbürgerliche Aufklärung, Wissenschaft, Forschung, Lehre sowie die Berichterstattung über Geschichte und Zeitgeschehen. Die Darstellung in diesem Beitrag erfolgt zu diesen Zwecken.


Ankauf & Bewertung

Wer ein Deutsches Kreuz in Gold, dazugehörige Urkunden oder ein Verleihungsetui besitzt und Herkunft, Hersteller oder Wert einschätzen lassen möchte, kann sich an Militaria Kiel wenden.

Kontakt

Thomas Huss & Söhne / German Historica

Direkter Draht für Fragen rund um Ankauf, Bewertung und historische Einordnung militärhistorischer Objekte.

Autor / fachliche Verantwortung
Thomas Huss · Dipl.-Ing. · German Historica / Militaria Kiel

basierend auf militärhistorischer Fachliteratur zu Orden und Auszeichnungen des Deutschen Reiches.